Liebst du schöne Bilder?
20. November 2018
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Wie kam ich zur Fotografie?

Warum Fotografie? Erfahre mehr über die Abschnitte, Gedanken und Gefühle, welche ich in den letzten Jahren erleben durfte.
  • 2009Ausbildung zur Fotografin

    Während meiner Zeit in der Oberstufe konnte ich mir ausreichend Gedanken machen über den Weg, welchen ich einschlagen möchte. Ursprünglich wollte ich Lehrerin werden, da mir meine Grundschullehrerin ein tolles Vorbild war.
    Mein Interessengebiet hat sich allerdings in Richtung Kunst und Gestaltung verlagert, sodass ich mich über die Fotografie informierte und mich intensiv damit beschäftigte. Kurze Zeit später absolvierte ich Praktika und bewarb mich für eine Ausbildung. Ein Studium lehnte ich ab, da ich in einigen Gesprächen mit ausübenden Fotografen Vor- und Nachteile abwägen konnte.
  • 2012Abschluss der Fotografenlehre

    Die Ausbildung war nicht immer easy in der Branche. Ich lernte nicht nur Fachliches über das Handwerk, sondern auch den Umgang im Team - oder wie es eher nicht läuft, bis ich dann in ein Studio kam, in welchem ich geschätzt und gefordert wurde und wir uns ein vertrauensvolles Miteinander gestalteten. Hier lernte ich ab 2011 wirklich, was Fotografie bedeutet und durfte Einblicke von der Werbefotografie bis Hochzeitsfotografie erhalten.
    Durch meine wundervolle Chefin damals, welche mich wirklich bis zum Ende der Abschlussprüfung unterstützte, habe ich die Ausbildung als Handwerksbeste meistern dürfen. Ehrgeiz, Mut und der Wille, bis zum Schluss seinen Zielen treu zu bleiben, lernte ich somit auch! Danke Anne!
  • 2012Ausbildung zur Mediengestalterin und Start der Teilselbstständigkeit

    Nach dem erfolgreichen Abschluss interessierte ich mich langfristig gesehen für eine selbstständige Arbeitsweise. Ich überlegte allerdings, wie ich meinen Kunden einen weiteren Vorteil bieten kann und entschied mich für eine weitere Ausbildung in der Medienbranche.
    Gleichzeitig habe ich mit meinem Nebengewerbe gestartet und im Bereich Hochzeiten & Portrait fotografiert.
  • 2015Abschluss als Mediengestalterin

    Anfang 2015 mit Abschluss der Winterprüfung, habe ich offiziell meine Ausbildung abgeschlossen und entschied mich noch in Teilzeit im Fraunhofer Institut zu bleiben.
    August 2015 allerdings starte ich dann vollständig in die Selbstständigkeit. Ich durfte in all den Jahren bisher so viele tolle Menschen kennen lernen, Projekte umsetzen und ein Netzwerk aufbauen, sodass es mir leicht gefallen ist, diese Entscheidung entgültig zu treffen.
  • 2017Stand heute

    Heute kann ich sagen, ich habe durchweg richtige Entscheidungen getroffen und es ist alles so gekommen, wie es kommen sollte!
    Mein Fokus liegt seit 2015 vermehrt auf B2B Kunden. Eventfotografie, Commercial, Lifestyle und Imagebilder gehören zu meinen Spezialitäten. Mir bereitet es unheimlich Freude, mit den Menschen hinter und in einem Unternehmen, Kreatives auszuarbeiten, zu netzwerken und große Projekte zu stemmen!
 
Warum begebe ich mich in eine Branche, die so hart umkämpft ist, wie kaum eine andere?
Ja, eine berechtigte Frage. Heute kann sich jeder mit einer Kamera als Fotograf verselbstständigen. (Wenn dem so ist, gerne. Komm, ich helf dir dabei!)

Um ehrlich zu sein, ich schätze ganz zu Beginn war mir dies noch gar nicht so bewusst und ich habe lediglich das Positive gesehen. Und um dies zu ergänzen: Das Positive sehe ich immer noch stärker, als alles Negative. Denn sind wir auch hier ehrlich. In jeder Branche tummeln sich schwarze Schafe, Fakes und Dumping-Spezialisten. Es schießen Coaches aus dem Boden wie Pilze, auch wenn noch niemand da ist, wo er eigentlich hin coachen möchte. Friseure kämpfen ebenso gegen die Schwarzarbeit und Handwerker allgemein kämpfen gegen die Industrie und Massenfertigung. Schwarz malen können wir alle gut.

Doch das war nie mein Anspruch. Mein Anspruch ist, jeden Tag ein bisschen besser zu sein und Freude daran zu haben. Mein Wert ist mir bewusst, so lasse ich es gar nicht erst zu, dass ich unter Wert behandelt werde. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich für mein Know-how, meine Kreativität und Engagement entlohnt werde und nicht nur Komplimente erhalte. Schließlich reichen Komplimente meinem Auto auch nicht, dass es mich von A nach B bringt. ;)

Zudem war meine erste Ausbildung so gar kein Zuckerschlecken. Ich wechselte (oder wurde gegangen ;)) zwei mal den Betrieb und fand erst im letzten Betrieb Anschluss und ein "Zuhause". Ihr könnt euch vorstellen, dass es zwar Fotografen wie Sand am Meer gibt, nur kaum noch Ausbildungsstellen dafür. Drei Mal habe ich also die Chance gehabt, die andere oft nicht ein Mal erhalten. Durchgebissen und gekämpft habe ich für meinen Traum. Und gelernt habe ich: Was ein Mal geht, geht auch ein weiteres Mal.

Was motiviert mich dann also, nie aufzugeben und weiter zu machen?
Es sind die Menschen, mit denen ich arbeiten und mein Leben leben darf. Die Projekte, die wir umsetzen und die Gesichter, die beim Betrachten der Ergebnisse strahlen. Dazu zählen nicht nur Kunden, sondern auch Partner. Partner aus anderen Bereichen, wie auch Fotografen.
Denn was gibt es denn bitte Genialeres, wenn man gegenseitig voneinander und miteinander lernen darf?

Mich motivieren Ergebnisse. Meistens erschaffen wir diese im Team. Genau das ist jede Mühe und Anstregung wert. Ich liebe es, Neues zu kreieren, auszuarbeiten und umzusetzen. Von der Idee bis hin zur Bildbearbeitung und Präsentation. Ich liebe es, über diese Arbeiten ins Gespräch zu kommen.
Und das gilt einfach für alle Bereiche im Leben. Es sei denn, du magst keine Menschen!

Zu guter Letzt ist es vielleicht auch meine Persönlichkeit oder anders ausgedrückt: Echtheit. Ich merke, wie ich als Mensch angenommen und akzeptiert werde. Ich darf ganz ich selbst sein. Mit allen Ecken und Kanten. Mit meiner Lache und meinem Niesen. Mit meinem Glauben an den wundervollen, schöpferischen Gott, welcher beschenkt und segnet und es mir mehrfach bewiesen hat, dass er am Start ist. Das motiviert mich und gibt mir die Power! Das lässt mich Vertrauen. Das lässt mich wissen, dass ich meinen Weg niemals alleine gehen muss und die Unterstützung habe, die ich benötige und gleichermaßen weitergeben darf!

Nun wirklich zu Allerletzt: Meine Dankbarkeit. Dankbarkeit dem Schöpfer gegenüber und den Menschen, die mich in meinem Tun unterstützen und ermutigen. Deren Horizont oft größer ist, als meiner manchmal. Ich liebe Ehrlichkeit. Manchmal habe ich auch Phasen, wo ich mich total übernommen fühle und mich frage, wie es denn jetzt weiter gehen soll. Danke für eure ermutigenden Worte und Impulse. Manchmal sehe ich vor lauter Möglichkeiten die Möglichkeiten gar nicht. ;)
Danken schützt vor'm Wanken!

Jetzt aber raus ins Abenteuer, lass dich nicht unterkriegen und tu, was dir Freude bereitet! :-)
Deine Laura
Laura Ganske
Laura Ganske
Fotografin